Sie sind hier: Home: Mitsou: Rasseporträt: Geschichte
Ihr Leben im alten Siam
Unsere Siamkatzen gehören zu einer der ältesten gezüchteten Katzenrassen. Der Name dieser Katzenrasse deutet schon auf ihre ursprüngliche Herkunft hin. Siam war die damalige Bezeichnung für das heutige Thailand. Hier haben die Siamkatzen ihre ursprüngliche Heimat. Einige Legenden behaupten, dass sie im Königshaus gezüchtet worden sind. Andere wiederum behaupten sie würden ausschließlich aus Klöstern stammen.
Tatsache ist, dass die Siamkatze die Katze der reichen Einwohner Bangkoks war und auf deren umfriedeten Grundstücken gehalten wurde. Sie hatten keinerlei Kontakt zu den auf den Straßen verwildert lebenden Katzen. Dadurch konnte sich das rezessive Gen, welches für die Pointzeichnung verantwortlich ist, erhalten. In ihrer ursprünglichen Haimat galten sie nicht nur als äußerst schön. Sie waren vor allem auf Grund ihrer sehr hellen Körperfarbe etwas besonderes. Weiße Tiere galten in Siam als heilig.
Bereits 1350 wird eine solche Katze mit heller Körperfarbe und dunklen Points beschrieben. Die Katzen nahmen auch in der buddhistischen Religion eine wichtige Stellung ein. Die Seelen der verstorbenen Mitglieder des Hochadels oder des Königshauses bevölkerten ausgesuchte Katzen. Somit galten diese Katzen als Reinkarnation der verstorbenen Menschen und durften von diesem Zeitpunkt an im Tempel leben.
In ihrer alten Heimat gab es auch viele Legenden, die sich um diese Katzen rankten. Sogar für die bei dieser Rasse damals häufiger vorkommenden kleinen Fehler wie Schielen oder Knickschwanz gab es jeweils eine oder mehrere sympathische Erklärungen. Katzen mit diesen Fehlern werden natürlich heute nicht mehr zur Zucht zugelassen.
Die ersten Siamkatzen in Europa
Die ersten Siamkatzen kamen um 1870 herum nach England und sogar USA. Die ersten Katzen verstarben allerdings sehr früh, da Fehlinformationen, wie sie zu füttern und zu halten seien zu fatalen Fehlernährungen führte.
Schon 1871 konnten die ersten Siamkatzen auf einer Show bewundert werden. 1884 kam das erste Zuchtpaar nach England. Es waren die Katze Mia und der Kater Pho. Sie waren ein Geschenk des Siamesischen Königs Rama V. an den britischen Generalkonsul Sir Edard Blencowe Gould.
Der Nachwuchs dieses Paares wurde bereits 1885 auf einer großen Katzenausstellung im Londoner Crystal Palace gezeigt. Das Publikum war von dieser neu vorgestellten Katzenrasse begeistert und so ist es nicht verwunderlich, dass von diesem Zeitpunkt planmäßig Siamkatzen eingeführt und gezüchtet wurden. 1892 wurde hier der erste Standard für die Siamese Cat festgelegt und bereits im Jahre 1902 wurde der erste Club für diese Rasse gegründet. Der 1933 festgelegte neue Standard wurde 1935 um die Farbe blue point erweitert. Erst 1958 wurden die Verdünnungsfarben Chocolate- und lilac point anerkannt. Die Anzahl der Zuchttiere war begrenzt und in folge dessen kam es auch des öfteren zu Inzucht-Verpaarungen. Dadurch kam es in den Anfangszeiten der Siamkatzenzucht auch häufig zu Gendefekten. Noch bis in die 30er Jahre wurden am häufigsten Tiere aus Siam importiert. Auch in Zoos wurden in diesen Jahren häufig Siamkatzen gehalten. Auch die Nachzuchten aus diesen Zoos wurden dann häufig zur Weiterzucht angekauft. Zu einer planmäßigen Zucht gehört natürlich auch ein verbindlicher Standard. Der erste offizielle Standard für die Rasse wurde 1892 schiftliche niedergelegt und im Jahre 1902 um etliche Punkte vervollständigt. Zunächst wurden die Katzen vorwiegend in England, Frankreich und den USA gezüchtet. In Deutschland wurde erst ab 1927 von zwei eingetragenen Züchtern mit der Zucht der Siamkatze begonnen.
Besuchen Sie unseren neuen Online Shop:
EKUNDAYO
