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15.08.1999 - Ich zieh um nach Saarwellingen / "Lachwaldhof" zum Vitus
Was tun wir nur - was tun wir nur? Horst war weg und ein Turnierreiter nach dem anderen verließ den Johannishof. Keine Koppeln, kein Aussenplatz, keine Führanlage, kein Reitunterricht, nix mehr. Und es wurde immer schlimmer. Wir waren am Schluß noch 3 Einsteller und mein Frauchen mußte sich was überlegen, denn jetzt zeigte sich, daß sie so ganz ohne Anweisungen doch mit mir überfordert war. Ich wurde immer stärker und unausgeglichener und war für sie fast nicht mehr zu händeln. Manchmal nahm ich sie da unterm Sattel garnicht für voll, legte mich aufs Gebiss und düste los. Sie wußte nicht, was sie machen sollte. Die einzige Möglichkeit - Stallwechsel. Irgendwo hin, wo sie Reitstunden bekam. Aber wohin? Wie immer half Kommissar Zufall. Einer von den Schmelzer Kutschenfahrern fragte, warum sie jeden Tag nach Schmelz fährt und mich nicht nach Saarwellingen auf den Lachwaldhof www.lachwaldhof.de stellt. Weil doch keine Reitstunden sind. Da war mein Frauchen aber auf dem Holzweg. Der Herr Helmer Hauch gab dort Reitstunden und noch am gleichen Abend fuhr mein Frauchen zu Vitus und machte alles klar.
Herr Müller war etwas geschockt. Er hätte nie gedacht, daß ich mal gehen würde - aber wir gingen in Freundschaft und Herr Müller sagte noch, daß meine Box für mich immer frei sein werde. Dann fuhren wir los.
Der Stall war ganz anders als in Schmelz. Die Boxen waren sehr dunkel und niedrig - war glaube ich früher ein Kuhstall. Aber ich hatte eine Box mit Fenster und konnte im Sommer dort rausgucken. Am gleichen Tag wie ich kam noch ein Neuer. Ein Oldenburger, Stockmaß wie ich. Er hieß "Sommertraum" wurde aber LUMPI gerufen. Vitus, der Stallbesitzer stellte uns zwei für die ersten paar Wochen auf einen separaten Paddock, neben die Herde, damit wir zwei uns erstmal intergrieren und beschnuppern konnten. Nach 2 Tagen war die Rangordnung zwischen uns geklärt und wir verstanden uns prima. Dann kamen wir in die Herde und obwohl dort Stuten und Wallache zusammen standen, klappte es wunderbar. Wir verstanden uns alle super gut und ich freute mich jeden morgen, wenns raus ging. Ich kannte ja Koppel so gut wie garnicht und es tat richtig gut. Von Mittags bis abends war ich jetzt an der frischen Luft und abends kam mein Frauchen, putzte mich, machte mich fertig und ich wurde geritten. Mit der Reithalle hatte ich arge Probleme. Sie war für mich sehr klein. 20x15 meter. Da war ich mit 2 Galoppsprüngen durch. Dann war da noch so ne Ecke, wo Leute zuschauen konnten. Da wollt ich anfangs garnicht vorbeigehen, bin jedesmal erschrocken und volle Lotte weggesprungen. Es war anfangs eine schöne Zeit, aber es blieb nicht so....
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